Suchmaschinen-Marketing (SEM) stellt mittlerweile ein gängiges Marketing-Instrument für US-amerikanische KMU dar. Wachsende Budgets hierfür sprechen eine deutliche Sprache für die Zukunft von SEM. Um 62 Prozent auf gut 9 Mrd. US-Dollar hat die US-Wirtschaft ihr Budget für Suchmaschinen-Marketing in 2006 erhöht. Dies stellten die SEM-Spezialisten der Search Engine Marketing Professional Organization (SEMPO) fest, die außerdem voraussagen, dass sich die Ausgaben bis 2011 noch einmal auf rund 18 Mrd. US-Dollar verdoppeln sollen. Generell konnte man in 2006 beobachten, dass nach einer ersten Welle der SEM-Implementierungen nun eine Vielzahl kleiner und mittlerer Unternehmen SEM als wichtigen Bestandteil ihrer Marketingstrategie begreifen.
Die bekanntest Form von SEM soll die organische Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization - SEO) darstellen, also das Ziel vordere Suchmaschinenpositionierungen in den natürlichen Ergebnissen der Suchmaschinen zu erreichen. 75 Prozent der Befragten nutzen SEO. Bezahlte Treffer landen mit einer Gesamtsumme von acht Mrd. US-Dollar und 71 Prozent Nutzern auf Platz zwei der SEM-Rangliste. Sog. Paid-Inclusion dagegen nehmen immer mehr ab, denn nur ein Prozent der Ausgaben gehen in diese Form der Online-Werbung. Wichtigstes Ziel war für 58 Prozent der Befragten der direkte Abverkauf der beworbenen Artikel und Dienstleistungen - 57 Prozent nannten Branding und Markenbildung der Verbraucher als Grund für ihre SEM.
Was die jeweiligen Anbieter von SEM betrifft, konnte die Untersuchung erkennen, dass sich MSN unter den Befragten von 29 Prozent auf 68 Prozent weiter verbessert hat. Dennoch bleibt AdWords-Werbemassnahmen auf der Suchmaschine Google weiter Spitzenreiter mit 96 Prozent der Online-Werbetreibenden, gefolgt vom Suchdienst Yahoo mit 86 Prozent. Ein genereller Trend bzgl. der Budgetierung lässt sich darüber hinaus feststellen: Die Werbe-Kanäle im Internet ziehen den Offline-Kanälen (Zeitung, Zeitschrift, Radio, TV, etc.) die Ressourcen ab.
URL: www.sempo.org