Die sog. Gromozon-Bande hat es offensichtlich mit ominöser Suchmaschinenoptimierung geschafft, sich auf vorderen Positionen der Microsoft-Suchmaschine live.com zu bringen und verbreitet schädliche Programme.
Seit kurzem scheint sich die Programmierer-Gang nahezu ungehindert in den Suchresultaten von live.com, dem Nachfolger des MSN-Suchdienstes breit machen zu können. Sie haben hierbei beliebte Keywords berücksichtigt, extrem viele Domains registriert, die Internetseiten miteinander verlinkt und damit erfolgreich Toppositionen bei live.com erobert. Sie verbreiten auf diese Weise sog. "Rogue Antispyware" wie "Error-Safe" - Derivate aus dem bekannten "WinFixer" Bereich.
Betroffen ist Italien - aber auch deutschsprachige User können in solche Fallen tappen - eventuell auch, da im italienischem Südtirol auch deutsch gesprochen wird. Gibt man in live.com gängige italienische Keywords ein, sind unter den ersten Ergebnissen mehrere Internetseiten, deren Domain mit einer Zahl beginnt, etwa "13.interruppe.com/keywords".
User, die im Browser Javascript deaktiviert haben, landen auf einer Website, die wie viele andere dieser Art in italienischer Aufmachung mit den italienischen Nationalfarben gestaltet ist. Die Seite weist in der linken Spalte viele Links zu sehr ähnlichen bzw. sogar identischen Internetseiten auf und in der Website-Mitte werden Links zu legitimen Homepages, die zum Keyword passen, aufgeführt.
Die von der Gromozon-Bande gebauten Websites enthalten verschleierte Javascript-Codes. Ist Javascript im Browser aktiviert, wird der Surfer beim Öffnen einer solchen Homepage sofort weitergeleitet. Es kommt dann ein Javascript-Popup, welches in schlechtem Deutsch vor Risiken für den Computer warnt. Danach erscheint die Download-Website von Error-Safe, die nochmal penetrant dieses angeblich so gute Produkt anbietet und sofort den Download des Installationsprogramms beginnen möchte. Beim Verlassen der Website oder beim Schließen des Browsers folgen weitere Fenster-Hinweisen den Computer mit Error.Safe zu scannen.
Während Google eigentlich mit grossem Erfolg gegen diese Manipulationen kämpft und zusammen mit "Stopbadware.org" entspr. Warnhinweise anzeigt, scheint MSN dieses Problem noch nicht gelöst zu haben.