Kelkoo hat wie viele Shoppingportale zu kämpfen, weil Google der Site nicht mehr so viele Suchmaschinenpositionen zugesteht. Wir finden das gut, da nun auch kleinere Shops Chancen haben im Ranking von Google. Bei den Shoppingportalen sinken hingegen leider die Klickraten- und somit auch die Chancen auf Provisionen oder Werbeeinnahmen. Lycos bezifferte die Wertminderung durch fehlenden Google-Traffic bei der Preis- und Produktsuchmaschine Pangora im aktuellen Geschäftsjahr auf ca. 20 Mio. Euro.
Man sieht an diesem Beispiel auch wie wichtig ein gutes Ranking und eine damit einhergehende Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist.
Der US-Portalbetreiber Yahoo hat vermutlich aufgrund des Traffic-Rückgangs bereits die Prüfung "strategischer Optionen" für sein Shoppingportal Kelkoo angekündigt. Unter anderem steht eine Veräusserung der Preisvergleichsseite zur Diskussion. Das berichtete die Wirtschaftszeitung aus UK 'Financial Times'.
Yahoo hatte Kelkoo in 03/2004 übernommen. Ca. 670 Mio. US$ kostete das Unternehmen mit Sitz in Paris. Das US-Unternehmen wollte mit dem Erwerb von Kelkoo seine Position in Europa stärken. Kelkoo habe sich jedoch den Angaben zufolge nicht wie erwartet entwickelt.
Eine Leistungssteigerung habe derzeit Vorrang, hieß es. "Wir beginnen heute einen Prozess, durch den Kelkoo mehr Unabhängigkeit erlangen soll", so Yahoo.
Die Maßnahme ist Ergebnis einer Prüfung des gesamten Geschäfts des Portalbetreibers. Diese hatte Unternehmenschef und Gründer Jerry Yang angestoßen, nachdem er die Position von Terry Semel übernahm.